Die Bilanz: 39 Einsätze im vergangenen Jahr
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- Kategorie: News Lemwerder
- Erstellt am Montag, 16. Januar 2012 16:58
Lemwerder. Ortsbrandmeister Dieter Schnittjer war der Stolz auf seine Truppe anzumerken: „Wir sind gefordert, schnell zu sein, und wir sind schnell“, lobte Schnittjer den umfassenden Ausbildungsstand und die stete Einsatzbereitschaft seiner Kameraden. Als exemplarische Beispiele benannte der Ortsbrandmeister zwei Großbrandeinsätze im Bardewischer Ring und in der Stedinger Straße: „Hätten wir dort nicht so schnell reagiert, wie es der Fall war, wäre in beiden Fällen ein wesentlich größerer Schaden entstanden.“Der Wert der Arbeit sei allerdings finanziell nicht zu bemessen, da sich nur der jeweils entstandene Schaden präzise beziffern lasse. Auch die noch verhältnismäßig junge Rettungshundegruppe der Ortswehr unter der Führung des stellvertretenden Ortsbrandmeisters Lars Prößler konnte sich im vergangenen Jahr mehrfach profilieren und ihre Fähigkeiten unter anderem bei Vermisstensucheinsätzen in Nordenham und Haselünne erfolgreich unter Beweis stellen. Neben der jungen Gruppe und dem Arbeitseifer seiner Kameraden, die es im vergangenen Jahr auf insgesamt 25250 Dienststunden brachten, ließ der Ortsbrandmeister auch die absolvierten Feierlichkeiten zum vierzigjährigen Jubiläum der Lemwerderaner Jugendwehr sowie die beiden neu angeschafften Dienstfahrzeuge lobend in seinen Jahresbericht einfließen. Vor allem letztere seien eine erhebliche Verbesserung zur Gewährleistung der Sicherheit für die Bürger. Hierbei will man es nicht belassen. Derzeit ist auch die Anschaffung eines mit moderner Digitalfunktechnik ausgestatteten Einsatzleitwagens geplant, dessen Ausstattung Funkwart Jürgen Weihmann anhand einer dreidimensionalen Skizze vorab erläuterte. Gemeindebrandmeister Hartwig Sondag machte in seinen Grußworten indes keinen Hehl aus seiner Skepsis, ein funktionales und bewährtes Analogfunksystem durch ein neues, digitales zu ersetzen. Kreisbrandmeister Heiko Basshusen setzte dieser jedoch entstandenen Zugzwang entgegen: „Viele Kreis- und Ortswehren haben auf Digitalfunk umgestellt. Wenn wir weiter analog funken, könnte es im Falle gemeinsam zu bewältigender Großeinsätze zu Problemen kommen.“ Neben bereits vorhandenen und kommenden Ausrüstungserneuerungen arbeitet die derzeit 66 Mitglieder starke Hauptwehr künftig in leicht veränderter Personenkonstellation obwohl die turnusgemäße Wahl der örtlichen Funktionsträger erst im kommenden Jahr erfolgen wird. Aus gesundheitlichen Gründen musste Olaf Häusler jedoch seinen Posten als Gruppenführer der Gruppe 2 schweren Herzens niederlegen, nachdem die mit diesem einhergehenden Ausbildungsaufgaben im Vorjahr bereits kommissarisch von Thorben Schöne übernommen wurden. Wahlen und Beförderungen Da Schöne bereits den Posten des Gemeindefunkwarts bekleidet, musste ein neuer Nachfolger bestimmt werden. Dieser fand sich im bisherigen Sicherheitsbeauftragten Michael Herber, der von der Ortswehr Ganderkesee zu den Lemwerderaner Brandschützern stieß. Neben Henning Ohlenbusch übernimmt Häusler künftig sowohl die Stellvertretung des neuen Gruppenführers als auch dessen vorherige Position als Sicherheitsbeauftragter: „Auf diese Weise bleibt Olaf dem Vorstand mit seiner langjährigen und reichhaltigen Erfahrung erhalten“, begründete Schnittjer. In ihrem Amt bestätigt wurde auch die stellvertretende Gruppenführerin der Hundeführergruppe Birgit Wagner, die diesen Posten bereits 2011 kommissarisch bekleidete. Darüber hinaus freuten sich Jutta Linka, Birgit Hallo, Tim Schulz, Torben Sondag, Sascha Ober, Lars Prößler, Jörg Schubert und Uwe Drees über eine Ernennung beziehungsweise Beförderung. Und noch etwas ändert sich im Dienstalltag der ehrenamtlichen Brandschützer: Auf einen entsprechend eingebrachten Antrag eines Mitglieds erlischt die bisherige Duldung des Rauchens in der Fahrzeughalle des Gerätehauses. Somit ist nun das komplette Gerätehaus rauchfrei. Überdies fand auch die Arbeit der Jugendwehr, deren derzeit 38 Mitglieder es 2011 auf insgesamt 5236 zusätzliche Arbeitsstunden brachten, gebührende Anerkennung bei der Versammlung: „Diese ist schließlich unsere Zukunft, um den hohen Standard der Wehr auch in kommenden Jahren halten zu können“, befand Schnittjer. Weiteres Lob für die Arbeit der Kameraden überbrachten zudem der FeuerwehrausschussvorsitzendeUwe Heinen, der Fördervereinsvorsitzende Fred Ollerdissen sowie Bürgermeister Hans-Joachim Geckmann in ihren traditionellen Grußworten. Beckmann nutzte zudem die Gelegenheit, auf die bevorstehenden infrastrukturellen Veränderungen der Gemeinde hinzuweisen, die man als Grundlagenschaffung für weiteres Wirtschaftswachstum der Gemeinde versteht: „Die Gemeinde und ortsansässige Betriebe könnten die aktuellen Wirtschaftserfolge nicht vorweisen, wenn wir damals nicht die Industriestraße und die Ernst-Pieper-Straße gebaut hätten.“ Quelle: Die Norddeutsche 16.01.12 von CHRISTIAN PFEIFF











